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Herbert Grönemeyer

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Wenn ich meine Kinder sehe, weiß ich, warum ich lebe ...

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Die Tour-Konzerte zu seiner aktuellen CD "Mensch" waren vor Monaten im Nu ausverkauft - Herbert Grönemeyer bewegt Massen im wahrsten Sinne des Wortes. Heute Abend singt er, präsentiert von unserer Zeitung, in Leipzigs Arena. Zuvor sprachen wir mit dem Rockstar.

Frage: Warum haben Sie das neue Album einfach "Mensch" genannt?

Herbert Grönemeyer: Ich war immer ein optimistischer Menschenfreund und bin es nach wie vor. Ich behaupte, dass dieses Jahrhundert eine Zeit neuen menschlichen Bewusstseins wird. Auch durch die Öffnung zum Osten wird uns mitmenschliches Denken geradezu aufgezwungen.

Frage: In einer Liedzeile heißt es: " ... du hast ihn nie verraten, deinen Traum vom Glück". Haben Sie einen Plan vom Glück?

Herbert Grönemeyer: Ich bin glücklich, wenn ich meine Kinder sehe, wie sie heranwachsen, wie sie sich entwickeln, wie eigenständig sie werden. Dann weiß ich, warum ich lebe. Die letzten Jahre waren nicht einfach für mich, aber trotz der Schwere der Zeit gab es auch Glücksmomente.

Frage: Ihre Texte beschäftigen sich mit sehr persönlichen Themen. Überlegen Sie beim Schreiben, ob die Leute das auch hören wollen?

Herbert Grönemeyer: Wenn man sich mit Trauer und Tod beschäftigt, mit Verlust und Melancholie, überlegt man natürlich, wie man dem Thema begegnen kann. Wie schafft man es, nicht voyeuristisch oder pathetisch zu werden. Aber all das ist Teil unseres Lebens, es sind Dinge, die uns alle angehen und beschäftigen.

Frage: Wie erklären Sie sich Ihren Erfolg?

Herbert Grönemeyer: Man kann über seinen Erfolg nicht reden. Darüber denkt man auch nicht nach. Das wahre Verhältnis zu meiner Platte werde ich erst in einem halben Jahr kriegen. Was erzählt mir meine Platte über mich selber? Wie snobistisch bist du geworden, wie überheblich, wie präzise, wie demütig? Da hilft es, wenn man sieht, dass man was gemacht hat, was bei den Menschen etwas auslöst.

Frage: Sie haben jetzt vier Jahre in London gelebt. Hat das Ihre Sicht auf Deutschland verändert?

Herbert Grönemeyer: Mit Sicherheit wird man entspannter. Wenn man hier lebt, könnte man stundenlang meckern und jammern. Wenn man in England lebt, merkt man, was das für eine Klassengesellschaft, wie hart dort die Lebenssituation ist und wie wenig sich die Engländer beschweren. Man lernt, gelassen auch mit schweren Situationen umzugehen.

Frage: Sie spenden eine bedeutende Summe für die Opfer der Hochwasserkatastrophe. Was hat Sie dazu bewogen?

Herbert Grönemeyer: Unsere Idee war, konkret und direkt zu helfen. Wir spielen in Ferropolis bei Dessau und haben uns mit der Stadt in Verbindung gesetzt und gefragt, wo können wir helfen. Ich wünsche den Betroffenen viel Kraft für die kommende Zeit. Und wenn dann Hilfe, Zuneigung und Solidarität anhalten, dann wäre das ein wunderbares Zeichen, dass die Menschen nicht verlassen sind.



Created by admin | Last modified 01.01.2006 19:35

Der Mann hat Klasse

Posted by Anonymous User at 26.06.2003 01:07

Hallo Fans und vorallem hallo Herbert, danke für Dein tolles und für mich persönlich einzigartiges Konzert in Ferropolis am Fr., den 13.05.03. Es ist einfach unbeschreiblich, mit wieviel Charme, Witz und Humor, aber gleichzeitig auch Melancholie und Hingabe dieser Meister der Musik, seinem Publikum einen Top-Abend beschert. Es war mein 2. Konzert, ich war am 09.09.2000 bereits in Pouch auf der Halbinsel (beidemale übrigens in der 1. Reihe) und ich bin total fasziniert von Herberts Enthusiasmus und Lebensfreude. Ich hoffe sehr, daß es ihn möglichst bald wieder in unsere Region verschlägt, den seine Musik, seine Konzerte, sein gesamter Stil und vorallem seine mitreißende Art machen einfach süchtig nach mehr. Herbert ich danke Dir von Herzen, daß ich wenigstens an 2 Tagen meines sonst eher trostlosen Lebens glücklich sein durfte. Selbst meine Kinder (4 und 5 Jahre alt) sind bereits begeisterte Gröni-Fans und bestimmt beim nächsten Konzert mit dabei. Mach weiter so und "Dreh Dich um!!!!!!!!!", um beim Zurückdrehen nach vorn zu schauen und weiterhin so kreative und aussagekräftige Werke zu produzieren - Hut ab für Deutschlands Nr. 1!!!!!!!! Liebe Grüße von Simone (33 Jahre) aus Bitterfeld.