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Herbert Grönemeyer

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Lied 1 - Stück vom Himmel

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„Stück vom Himmel“ ist der Versuch, mich dem Thema zu nähern, dass plötzlich alle Leute religiös werden. Man versucht sich zu definieren über seine Religion. Für mich ist auch der Irak-Krieg zum Teil ein religiöser Krieg. Tony Blair hat auch im englischen Fernsehen zugegeben, dass er sich seiner Meinung nach nur Gott gegenüber verantwortlich fühlt. Ich warne einfach nur davor. Die Welt ist nur noch gemeinsam zu retten. Wir rücken einfach näher zusammen. Alles, was passiert, ist sofort global. Jeder Virus. Die Armut. Alles. Der Versuch, vorsichtig mit Religion umzugehen. Das ist wunderbar für jeden Einzelnen, als ein eigenes moralisches Gerüst im Kopf, aber man darf nicht plötzlich anfangen, das als Identifikation zu nehmen oder wie ein Etikett zu tragen. Oder am besten noch: Christentum gleich reich, und dadurch besser, erfolgreicher. Im Grunde genommen einfach zu sagen: Diese Welt halten wir alle in den Händen, entspannt, aber nur wenn man sich wirklich öffnet und nicht anfängt, sich plötzlich durch Religion zu separieren und voneinander zu trennen. Das ist im Grunde genommen der Sinn dieses Liedes. Musikalisch sicherlich der Versuch – und das ist beim ganzen Album so, das ist ja wie eine Trilogie, das ist nach „Bleibt alles anders“ und „Mensch“ das dritte Album, das ich mit Alex Silva, meinem Co-Produzenten, mache. Ist sehr streicherorientiert zum Teil, auch sehr pompös, aber wir haben gedacht, „Bleibt alles anders“ war sehr reduziert, „Mensch“ lag so in der Mitte und jetzt gehen wir halt, wie der Engländer sagt, und „embracen“, küssen. Wenn etwas groß sein kann, dann haben wir es auch übertrieben oder richtig hoch gezogen. Hier bei „Stück vom Himmel“ natürlich die Streicher und großes Orchester. Aber ich denke, wir haben immer versucht, die Balance zu wahren, dass es nicht nervt. Das ist generell bei dem Album so. Hinzu kommt, das ist so wie eine Ouvertüre. Das merkt man auch am Schluss. Das Album wird abgeschlossen von einem Schlusstusch.
Warum in seinem Namen
Wir heissen selber auch
Wann stehen wir für unsere Dramen
Er wird viel zu oft gebraucht
Alles unendlich, unendlich

Welche Armee ist heilig
Du glaubst nicht besser als ich
Die Bibel ist nicht zum Einigeln
Die Erde ist  unsere Pflicht
Sie ist freundlich, freundlich, wir eher nicht

Ein Stück vom Himmel
Ein Platz von Gott
Ein Stuhl im Orbit
Wir sitzen alle in einem Boot
Hier ist dein Haus
Hier ist, was zählt
Du bist überdacht
Von einer grandiosen Welt

Religionen sind zu schonen
Sie sind für die Moral gemacht
Da ist nicht eine hehre Lehre
Kein Gott hat klüger gedacht
Ist im Vorteil, im Vorteil

Welches Ideal heiligt die Mittel
Wer löscht jetzt den Brand
Legionen von Kreuzrittern
Haben sich blindwütig verrannt
Alles unendlich, warum unendlich, krude Zeit

Ein Stück vom Himmel
Ein Platz von Gott
Ein Stuhl im Orbit
Wir sitzen alle in einem Boot
Hier ist dein Heim
Dies ist dein Ziel
Du bist ein Unikat
Das sein eigenes Orakel spielt
Es wird zuviel geglaubt
Und zuwenig erzählt
Es sind Geschichten
Sie einen diese Welt

Nöte, Legenden
Schicksale, Leben und Tod
Glückliche Enden
Lust und Trost
Ein Stück vom Himmel
Der Platz von Gott
Es gibt Milliarden Farben
und jede ist ein anderes Rot
Dies ist Dein Heim
Dies ist unsere Zeit
Wir machen vieles richtig
Doch wir machens uns nicht leicht
Dies ist mein Haus
Dies ist mein Ziel
Wer nichts beweist
Der beweist schon verdammt viel

Es gibt keinen Feind
Es gibt keinen Sieg
Nichts gehört niemand alleine
Keiner hat sein Leben verdient
Es gibt genug für alle
Es gibt viel schnelles Geld
Wir haben raue Mengen
Und wir teilen diese Welt
Wir stehen in der Pflicht

Sie ist freundlich
Warum wir eigentlich nicht
Auf folgenden Alben ist das Lied Lied 1 - Stück vom Himmel ebenfalls zu finden:
Lied 1 - Stück vom Himmel   Lied 1 - Stück vom Himmel  


Created by tom | Last modified 11.04.2007 12:16